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THE BRAVERY: Eine gute Setlist als Basis des Erfolgs |
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Geschrieben von Dirk Stumpf
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Montag, 2. Juli 2007 |
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 Foto: Dirk Stumpf (28.06.07, Köln, Prime Club) Die New Yorker Indiecombo „The Bravery“ hatte sich heute Abend heimische Unterstützung von den „Five o´clock Heroes“ mitgebracht.
Einigen ist diese Band vielleicht noch aus dem Vorprogramm von Albert Hammond Jr. bekannt. Ihrer Würdigung als Special Guest auf dem Ticket entsprechend, spielten diese auch ein recht umfangreiches Set von einem knappen Dutzend Songs. Auch wenn sämtliche Songs wirklich ansprechender Indierock mit Anleihen von Pop bis Ska waren, so wollte dennoch keiner so wirklich hervorstechen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, mag dahingestellt sein, hatte jedoch zur Folge, dass seitens des Publikums bis auf rhythmisches, leichtes Kopfnicken kaum eine Reaktion stattfand und das, obwohl bereits jetzt der Prime Club so gut gefüllt schien, dass er wohl annähernd ausverkauft war. Jedenfalls schienen die „Five o´clock Heroes“, und insbesondere ihr Leadgitarrist, nicht sonderlich angetan von der mangelnden Begeisterung und wirkten leicht gereizt, wenn mal wieder ein Versuch, das Publikum anzusprechen, unbeantwortet blieb.
Wie man es anders macht, zeigten später „The Bravery“, die ihre Setlist dramaturgisch geradezu perfekt gestalteten. Doch das erste Wort was einem zu dem Auftritt von „The Bravery“ einfällt, ist: LAUT. Denn das Konzert war so laut, dass zumindest die vorderen Reihen noch den gesamten Restabend über gewisse Verständigungsschwierigkeiten gehabt haben müssen. Opener sollte an diesem Abend „Fearless“ sein. Doch obwohl die fünf New Yorker zwar begeistert begrüsst wurden, konnten die ersten beiden Stücke das Publikum nicht so recht aus der Reserve locken. Dann aber folgte mit „Public Service Announcement“ vom ersten Album („The Bravery“) ein erstes Highlight. Sofort wurde die Tanzfläche des Prime Club ihrem Namen gerecht und wie auf Kommando begannen die meisten dort zu springen und zu moshen. Daraufhin wieder das selbe Schema, zwei ruhigere Stücke zum Kopfnicken und dann mit „Swollen Summer“ das nächste Brett. Das Publikum tat wie ihm geheissen.
Nachdem die nächsten beiden Stücke (vom neuen Album „The Sun And The Moon“) wieder eine eher beruhigende Wirkung auf die Leute entfalteten, war klar, dass jetzt wieder ein Aufrüttler kommen würde. Und was für einer, denn es folgte der Opener des ersten Albums, „An Honest Mistake“, der Song, der wohl jedem als erstes in den Kopf kommt, der den Namen „The Bravery“ hört. Der mit Abstand tanzwütigste Song, den diese Band wohl je aufgenommen hat. Und von diesem Moment an sollte an diesem Abend nichts mehr wie vorher sein. Bei keinem Song sollte sich das Publikum jetzt noch mal beruhigen, und die Stimmung erreichte wohl ihren Höhepunkt, der erstaunlicherweise bis zum Konzertende nicht mehr abebbte. Selbst die Band wirkte nach „An Honest Mistake“ wie verwandelt, wirbelte wie wild über die Bühne und Bassist Mike Hinder begab sich später sogar noch samt Instrument mitten ins Publikum.
Und obwohl nicht gerade zimperlich mit ihm umgesprungen wurde, setzte er sein Bassspiel dennoch unbeeindruckt fort. Nicht schlecht. Genialer Plan muss man da sagen, denn so konnten die Jungs drei Stücke ihrer neuen Platte unter vollster Euphorie seitens des Publikums spielen, ehe sie mit „Unconditional“ ihr reguläres Set beenden. Die finale Zugabe von zwei Songs schloss das Set dann mit dem gut tanzbaren „No Brakes“ und entließ die Fans mit einem Klingeln in den Ohren in die Nacht.
Info: www.myspace.com/thebravery »
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