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 The Cribs live im Kölner Prime Club (Fotot: D. Stumpf) (30.08.07, Köln, Prime Club) Erst nach dem Release ihres dritten Albums kommen The Cribs (UK), bestehend aus den Gebrüdern Jarman, in den Genuss eines Headlinergigs in Deutschland.
Das ist wohl, was man ihrer Meinung nach unter „Indie“ versteht, nachdem sie unlängst die Mainstreammenatlität der meisten Indiebands anprangerten und als größeres Problem als den Klimawandel bezeichneten.
Jedenfalls waren The Cribs heute Abend im Prime Club erschienen, um ihr jüngst erschienenes drittes Album „Men´s Needs, Women´s Needs, Whatever“ vorzustellen, welches übrigens von Alex Kapranos („Franz Ferdinand“) produziert wurde.
Nachdem die, im doppelten Sinn, harmlos klingenden „Killed By 9V Batteries“ die Bühne geräumt hatten, und sich der Prime Club allmählich zu fast zwei Dritteln gefüllt hatte, begannen die Zwillinge Gary und Ryan gemeinsam mit ihrem Jüngeren Bruder Ross (drm) ihren Auftritt mit dem Song „MTV (Major´s Titling Victory)“ ihres aktuellen Albums. Noch bevor das Publikum richtig warm wurde, legten die Cribs mit dem phänomenal guten „Hey Scenesters!“ los, welches vom NME immerhin Aufnahme in die „50 Greatest Indie Anthems Of All Time“ fand.
Doch wer jetzt einen völlig entfesselten, ekstatischen und anarchischen Gig der Cribs, die bereits als „Best Live Band On Planet Earth“ bezeichnet wurden, erwartete, der sollte ein wenig enttäuscht werden. Keine „Great Wall Of Bouncers“, keine Leute die von den Wänden ins Publikum springen, kein Club der aus allen Nähten platzt und auch nicht das Gefühl, hier daran erinnert zu werden, wie ein Punk Rock Gig sein sollte. Also nicht wirklich das, was man von den Cribs-Gigs auf der Insel gewohnt ist. Dafür gabs allerdings eine musikalisch überzeugende Darbietung feinster Indiesongs zum Tanzen, Hüpfen und mitsingen. Einziger Wermutstropfen war vielleicht, dass durch den Mangel an Enthusiasmus im Publikum auch die Band die Songs ein wenig routinierter abspielte ohne wirklich einen Bezug zum Publikum aufzubauen.
Konsequent war es dann auch irgendwie sich nach gut 15 Songs in den Backstagebereich zu verabschieden und keine Zugabe mehr zu geben, die leider auch nicht gefordert wurde. Nichtsdestotrotz hat es wirklich Spaß gemacht, diese Indiehymnen einmal live erleben zu dürfen.
Info: www.thecribs.com »
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