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Freitag, 5. Dezember 2008 Home arrow Konzerte arrow THE JULIANA THEORY: Ein Abend voller Cores!
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THE JULIANA THEORY: Ein Abend voller Cores! PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Andreas van der Wal   
Samstag, 28. Januar 2006
(Köln, Underground) Immer öfter dürfen wir eine Mischung verschiedener Musikstile im Kölner Ungerground bestaunen. Auch an diesem Samstagabend konnte man ein sehr gemischtes Line-Up und damit auch ein äußerst differenziertes Publikum betrachten. Von langer Zottel-Matte bis hin zum sauber gelegten Scheitel mit Krawatte war alles anwesend und gespannt auf die 4 Bands, die in Form von PARIS IN FLAMES, ZACCHARIA, HASTE THE DAY und THE JULIANA THEORY einiges an unterschiedlichen Musikkultur zu bieten hatten.

Außerordentlich pünktlich gaben die Jungs von PARIS IN FLAMES dann auch den Startschuss für den Abend. Natürlich denkt bei dem Bandnamen jeder sofort an die großartigen THURSDAY, was man auch im Gästebuch der 5 Jungs desöfteren entdecken kann. Hier vergleichen sie sich jedoch eher mit Bands wie A STATIC LULLABY oder ALEXISONFIRE.

Auch wenn die Fähigkeiten dieser Bands wohl noch in weiter Ferne liegen und viele der Zuschauer eher noch abwartend im Raum standen oder mit merchandising beschäftigt waren, gelang doch ein guter Einstieg und der Weg für die 2. Support-Band mit Namen ZACCHARIA wurde geebnet.

Diese Band klang brachte das Publikum auch noch nicht so recht in Schwung, was meiner Meinung nach nicht daran gelegen hat, dass sie etwa schlecht gespielt hätten oder sich nicht vollkommen rein gehangen hätten – es liegt aus meiner Sicht einfach daran, dass es eine totale Übersättigung mit „Emocore“-Bands gibt, die sich in ihrer Stilen nicht mehr genug aus der Masse abheben.

Zu viele klingen gleich und der Zuhörer will einfach etwas Individuelles hören und sehen. Nimmt man erfolgreiche „Emocore-oder Newpost-Bands“ finden wir doch bei jeder mindestens ein Merkmal, was sie von den unzähligen anderen abhebt, wie etwa die Stimme eines Claudio Sanchez (COHEED&CAMBRIA) oder die Drums eines Derek Bloom (FROM FIRST TO LAST).

Mit HASTE THE DAY kam dann endlich Stimmung auf und die ersten Haar-Prachten flogen neben wütender Vocals von Sänger Jimmy Ryan durch den Laden. Musikalisch hat mich der Rock-Fünfer aus Indianapolis schon vorher mit ihren 3 erschienenen Werken überzeugt und mit dieser Live-Darbietung das I-Tüpfelchen gesetzt. Sie verstehen es ihre Energie und ihre Message auf das Publikum zu übertragen und somit war Jimmy nicht der einzige Sänger an diesem Abend – bei den meisten Stücken hatte er tatkräftige Unterstützung aus den Reihen der Zuhörer bzw. „Tänzer“.

Besonders der Song „American Love“ schien es vielen Fans, wie auch mir persönlich, besonders anzutun. Am Schluss waren die meisten Anwesenden gut durchgeschwitzt und aufgewärmt für den Headliner an diesem Samstag, THE JULIANA THEORY.

Mit dem Eindruck, dass nicht gerade wenige Gäste hauptsächlich wegen HASTE THE DAY gekommen waren und es war wohl ganz gut, dass eine relativ lange Umbau-Phase Zeit genug ließ, um neue Kräfte zu sammeln und sich jeder Zuschauer einen neuen Platz suchen konnte, denn nun folgte der musikalisch eher ruhige Teil des Abends.

Bei THE JULIANA THEORY ging es um einiges softer zu, als bei ihren Vorgängern. Die Show war deshalb nicht schlechter, sondern einfach für eine etwas andere Zielgruppe konzipiert. Frontmann und Gitarrist Brett Detar (Ex-ZAO) fiel nicht nur durch sein äußerst gepflegtes Outfit auf, sondern nicht weniger durch sehr saubere Töne und Riffs. Das Mitsingen der hüpfenden Masse vor der Bühne kam ebenfalls mit den ersten paar Sounds zustande und brach auch erst mit den letzen Akkorden und Melodien wieder ab.

Am Ende des Abends hatte man viele Eindrücke gewonnen, einige gute und einige schlechte, aber im Großen und Ganzen sollte für jeden Besucher etwas dabei gewesen sein!

Info: www.abacusrecordings.com 

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