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THE KILLERS: The Circus Comes To Town PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Dirk Stumpf   
Montag, 12. März 2007
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THE KILLERS (Fotos: Universal Music)
(09.03.07, Palladium Köln) Brandon Flowers und seine Kombo hatten gerufen, und alle sind sie gekommen.
Nimmt man die Menschenmassen, die sich bereits vor dem Einlass scheinbar endlos die Schanzenstraße entlang aufreihen, zum Maßstab, wäre das Palladium heute wohl selbst bei doppelter Kapazität restlos ausverkauft gewesen.

Das Palladium sollte heute Abend Sam´s Town werden. Zu jenem fiktiven Ort, zu dem die Killers ihre Zuhörer schon auf dem gleichnamigen Album einladen, ihnen Gesellschaft zu leisten.

Deshalb hatte es wohl auch die äußerst britisch klingende Vorband mit dem undankbaren Namen Mummra (der Sänger musste den Namen mehrmals buchstabieren) so schwer das Publikum aus der Reserve zu locken. Trotz eines sehr überzeugenden und energiegeladenen Auftritts, welcher wohl jedes Clubpublikum begeistert hätte, war den Leuten nicht mehr als ein rhythmisches Klatschen zu entlocken. Zu groß war die Anspannung angesichts dessen, was wohl kommen würde.

Die, stilsicher in einen Zwitter aus Zirkuszelt und Theatersaal verwandelte, Bühne wurde nach dem Abgang der Vorband von einem Tuch verhüllt, welches sich, pünktlich zu den ersten Tönen von „Sam´s Town“, als eine riesige Leinwand entpuppte. Auch wenn die dort gezeigten, grobkörnigen schwarz/weiss-Clips kaum zu erkennen waren, trugen sie dennoch dazu bei, die Anspannung im Saal derart zu steigern, dass sie fast greifbar wurde. Diese entlud sich dann in einem gewaltigen blau-weiss-roten Glitzerkonfettiregen, der den Einmarsch der Band regelrecht zu einem Triumphzug werden ließ.

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Britrock mit Glam-Einschlag made by THE KILLERS (Fotos: Universal Music)
Mit dem darauf folgenden Abspielen des Enterludes folgte die Darbietung weiter der Dramaturgie des Albums. Die Übersingle „When you were young“ sorgte dann schon für den vorläufigen, gefühlten Höhepunkt bei dem Großteil des Publikums. Doch es sollte noch besser kommen. Das Hittrio aus „Hot Fuss“ (dem Erstlingswerk), „Jenny was a friend of mine“, „Somebody told me“ und „Smile like you mean it“, brachte die vorderen Reihen zur Extase. Einmal mehr zeigte sich jetzt, wieso dem Palladiumpublikum der Ruf vorauseilt, eines der besten zu sein.

Selbst, dass Frontmann Brandon Flowers, ganz im Sinne seines Idols Morrissey,  ein wenig mit Publikumsansprachen geizte, konnte der Stimmung keinen Abbruch tun.

Nachdem schon fast sämtliche Songs beider Alben gespielt worden sind, zog sich die Band kurz für den Zugabenteil zurück, in dem dann mit u.a. „Mr. Brightside“ und „All these things that I´ve done“ wohl sämtliche Wünsche befriedigt wurden. Um die perfekte Inszenierung dieses Konzerts zu unterstreichen, kehrte sie jedoch noch ein zweites Mal zurück. Denn ohne das Exitlude gespielt zu haben, konnte die Band das Publikum doch nicht aus Sam´s Town entlassen.

Die Gänsehaut, die man auf den Armen der meisten Konzertbesucher sah, rührte mit Sicherheit nicht nur von der Windmaschine her, die hierbei zum Einsatz kam. Dann war schließlich nach gut anderthalb Stunden Schluss und zu den Klängen von Louis Armstrong´s „What a wonderful world“ verließen dann alle die Halle, mit Glitzerkonfetti auf den schweissnassen Körpern und einem Lächeln auf den Lippen.

www.thekillersmusic.com

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