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The Kills: Ein vollkommener Abend |
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Geschrieben von Melanie Kallenbach / Sarah Hartmann
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Mittwoch, 2. April 2008 |
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 Foto: thekills.tv (25.03.2008, Köln, Gebäude9)Ein verschneiter Dienstagabend in Köln, eine kuschelig warme Atmosphäre im Gebäude9. Der Kölner Garant für musikalische Schätzchen ist ausverkauft und ein bunt gemischtes Publikum mit breiter Altersspanne wartet auf The Kills. Die Vorfreude ist groß, schließlich ist es schon lange her, dass sich Jamie Hince und Alison Mosshart mal in Deutschland blicken ließen.
Eine Vorband gibt es nicht, was auch nicht weiter stört. Es ist ja auch nicht gerade selten, dass man bei Konzerten besser ganz auf die Vorbands verzichten hätte können. Ganz klar: keine Ablenkung, kein Störfaktor. Auch ansonsten übt sich die Band in Bescheidenheit. Kein Bandbanner im Hintergrund, keine riesige Roadie-Entourage, die stundenlang die Gitarre stimmt. Man schleicht lieber ohne großes Intro auf die Bühne und legt los. Und dazu braucht es nicht viel. Jamie schnallt sich die Gitarre um und bedient nebenbei den Drumcomputer, während Alison direkt das zweite Mikrophon ansteuert. Gestartet wird mit U.R.A. Fever, der ersten Single des neuen, dritten Albums Midnight Boom. Dieses ist erst seit zwei Wochen im Handel, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch. Die neun Stücke werden fast mehr abgefeiert als die Klassiker. Die Besucher des Konzerts sind also bestens informiert. Ob dies dem Internetzeitalter zuzuschreiben ist, sollen bitte Andere diskutieren, wir stehen derweil vor der Bühne und freuen uns über einen knackigen Konzertstart mit wuchtigem Sound, der die Hosenbeine flattern lässt ohne die Ohren wegzuscheppern. Miss Mosshart vertritt gekonnt den Prototypen der klassischen Rockfrau: aggressiv und dennoch anziehend. Aber das Zusehen macht doppelt Spaß, denn Jamie Hince steht seiner Bandhälfte in nichts nach, der Mann scheint mit seiner Gitarre verwachsen zu sein. Jeder Riff, jeder Rhythmus wird durch ekstatisches Körperzucken begleitet. Schön mitanzusehen, mit welcher Leichtigkeit man strenge, klassische Rockmusik in die Moderne transportieren kann.
The Kills warten mit großer Spielfreude auf und die Konzertbesucher nehmen den gespielten Ball gerne an und tanzen und zucken mit. Innerhalb der ersten Stunde des Sets werden die Mikros von The Kills peu a peu näher beisammen geschoben, denn so lässt sich gemeinsam besser performen. Hach, die Chemie stimmt einfach. Während eines ausgiebigen Improvisationsparts sind die beiden so aufeinander fixiert, dass man denken könnte, da sprühen ordentlich die Funken… Dann kommt auch schon der Zugaben-Block und spätestens bei Love Is A Deserter sind alle Herzen im Sturm erobert. Die Band spielt nicht ein überflüssiges Lied, denn man ahnt es bereits: Schnickschnack ist nicht ihr Ding. Falls sich noch jemand fragt, ob irgendein Kills-Artikel im Jahr 2008 ohne Erwähnung von Kate Moss zu Ende gehen kann, dem sei gesagt: Nein! Die Moss war Gesprächsthema vor den Türen des Gebäude9, aber anwesend war sie nicht. Kein Duett on stage also, aber wir sind ja auch nicht bei den Babyshambles. Das wird jedoch auch das Beste für alle gewesen sein, vor allem aber für Kate selbst. Denn das, was die beiden The Kills-Perfomer in Sachen Sexyness auf der Bühne geboten haben, das kann auch kein leichtbekleidetes Topmodel an einer Stange tanzend erreichen. Hoppla, nun sei noch ein Vergleich zu den White Stripes gezogen und damit ist das Klischeepaket geschnürt.
Info: www.thekills.tv »
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