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THE KOOKS: Der überschätzte Hype |
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Geschrieben von Martin Fernholz
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Montag, 4. Dezember 2006 |
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 THE KOOKS in Köln (Foto: SMASH-MAG.com) (03.12.2006, Köln, E-Werk) Hohe Erwartungen lagen über dem Konzert der Kooks Anfang Dezember in Köln. Seit Wochen war der Gig ausverkauft, der Auftritt musste gar aus dem Bürgerhaus Stollwerck ins größere E-Werk verlegt werden. Menschen mit selbstgemalten „Suche Karte“-Schildern standen am Straßenrand, machten aber zumeist lange Gesichter. Denn wer ein Ticket ergattern konnte, rückte es freiwillig nicht mehr raus. Schließlich galt es, die neueste Britpop-Sensation zu feiern. Nicht mehr, aber vor allem nicht weniger.
Die Kids im vollen E-Werk waren entsprechend wild entschlossen, den Abend zu genießen. Und davon ließen sich auch im Verlauf eines sehr bescheidenen Konzertes nicht abbringen. Zunächst mussten 25 Minuten netter, aber belangloser Musik der Vorgruppe THE FILMS aus Charlston (USA) überstanden werden. Das Publikum tat dies mit Anstand, spendete freundlichen Applaus.  Überfordertes Milchgesicht: Luke Pritchard Um Punkt 22 Uhr schlenderten dann THE KOOKS auf die Bühne wurden schon während des Intros vom Band begeistert gefeiert. Gelang der Opener „Seaside“ noch recht manierlich, wurde es im Anschluss – tja, wie soll ich sagen? – schlichtweg öde. Ziemlich unmotiviert nudelte das Quartett die Nummern des hoch geschätzten Debüts „Inside in/Inside Out“ runter, ohne dass die eine oder andere Melodie hängen geblieben wäre. Selbst die Singlehits „Ooh la“, „Naive“, „She Moves In Her Own Way“ oder „Sofa Song“ wirkten live erschreckend blass. Über allzu viel kompositorische Substanz scheint die Band aus Brighton nicht zu verfügen. Ein weiterer Minuspunkt: das Fehlen jeglichen Ansatzes von Ausstrahlung. Vier schmächtige Bübchen aus England, die nicht so recht wussten, wie sich auf einer großen Bühne bewegen oder verhalten sollten. Besonders Sänger/Gitarrist Luke Pritchard war als Frontmann ein Totalausfall. Den Fans in der ausverkauften Hütte war das alles offensichtlich egal. „Wenn ich schon 17 Euro bezahlt habe, will ich das Ganze auch verdammt noch mal genießen“, sagten sich die Teens und machten entsprechend Radau. Der ließ auch nicht nach, als THE KOOKS nach gerade einmal 40 Minuten die Bühne verließen. Nach einer kleinen Ewigkeit kamen die Jungs für drei Zugaben zurück, ehe nach nicht einmal einer Stunde die komplette Show vorbei war. Ziemlich wenig Musik fürs Geld. Schlappe Songs, kein Charisma & Kurzarbeit. Für THE KOOKS ist der Weg in den Britpop-Himmel zu Genregrößen wie Oasis, Kaizer Chiefs oder – um mal eine jüngere Band zu nennen – den Artic Monkeys noch ein sehr weiter. Und ein steiniger... Mehr Infos: www.thekooks.co.uk, www.the-films.com »
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