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THE TWANG: Gekommen um zu bleiben PDF Drucken E-Mail
Konzerte - Aktuelle Konzerte
Geschrieben von Dirk Stumpf   
Dienstag, 11. September 2007

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The Twang im Spielrausch (Foto: D. Stumpf)
(07.09.07, Köln, Prime Club) Wie oft hat man das nicht schon erlebt. Eine brandneue Band aus UK erscheint auf der Bildfläche, der NME gießt kübelweise Lob über sie aus, ein kurzer, heftiger Hype entsteht, sie spielt ein paar gute Gigs, aber letzten Endes verschwindet sie wieder, ohne dass sie jemand wirklich vermissen würde.

 

The Twang aus Birmingham wurden immerhin dieses Jahr mit dem NME Philip Hall Radar Awards (vorherige Preisträger: The Long Blondes, Kaiser Chiefs, Franz Ferdinand) ausgezeichnet noch bevor ihre erste Single erschienen war. Sie wurden bereits als die Erben von Oasis gefeiert,  namhafte Plattenfirmen lieferten sich geradewegs ein Wettbieten, um den Zuschlag für ihr Debütalbum zu erhalten und ihre UK-Tour im Herbst ist bereits jetzt schon zu großen Teilen ausverkauft.
Von daher war ich schon etwas skeptisch, ob The Twang ihren Vorschusslorbeeren gerecht werden könnten.

Als The Twang an diesem Abend zum ersten Mal eine deutsche Clubbühne betraten, sollte sich herausstellen, dass Deutschland wohl immer noch etwas anderes als Großbritannien ist, und, zumindest diesmal, der Hype noch nicht ganz herübergeschwappt ist. Denn der Prime Club war deutlich nicht ausverkauft und die Konzertbesucher wirkten auch noch nicht wirklich euphorisch als die fünf die Bühne betraten.
In dem Moment jedoch, als die beiden Sänger Phil Etheridge und Martin Saunders anfingen die ersten Zeilen von „The Neighbour“ zu singen, merkte man sofort, dass diese Band tatsächlich etwas Besonderes ausstrahlt. Selten versprühte eine Band soviel Spielfreude und wirkte geradezu berauscht ob ihres Auftritts.
Dieses Gefühl übertrug sich auch schnell auf die Zuschauer und sie rückten immer näher an die Bühne und dichter zusammen. Die zweite UK-Single (Top 10 Platzierung) „Either Way“ und das mit einem Basslauf aus „Salt ´n´ Pepas“ „Push It“ unterlegte „Push The Ghosts“ brachten die Leute dann auch vermehrt zum Tanzen. Phil und Martin, sah man die Freude an, als sie die Stimmung im Publikum mit ihrem Mix aus Gesang und Sprechgesang a la „The Streets“ immer mehr anheizten.

Immer mehr Leute, die zunächst gewirkt hatten, als wüssten sie mit der Band nicht wirklich etwas anzufangen und hätten lediglich ihren Namen schon mal gehört, wurden geradezu verzaubert und genossen diesen Gig sichtbar. The Twang haben an diesem Freitagabend ihr Publikum wirklich erobert und es kam einem irgendwie so vor, als wäre diese Band bestimmt dazu, richtig groß zu werden. Von daher kann man sich leicht vorstellen, dass eine Band, die nicht nur von der Presse gefeiert wird, sondern auch ihr Publikum allein durch ihre Gigs für sich gewinnt, gekommen ist um zu bleiben.
Und nach diesem Auftritt wirkt selbst der Vergleich mit Oasis plötzlich nicht mehr vermessen und  man kann sich sicher sein, The Twang noch öfter zu sehen zu bekommen, wenn auch vielleicht nicht mehr in so intimer Atmosphäre.

Info: www.myspace.com/thetwang

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