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TOOL: Gut Ding will Weile haben |
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Geschrieben von Jan Quiel
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Montag, 4. Dezember 2006 |
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 TOOL (Foto: Pressebild / Sony BMG) (03.12.2006, Oberhausen, König Pilsener Arena) Im April diesen Jahres meldeten sich TOOL nach langer Zeit endlich zurück. Im Gepäck das tonnenschwere Album „10.000 Days“, das nahtlos an die Vorgänger „Laterlaus“ und „Aenima“ anknüpfte. Wieder waren es fast fünf Jahre die zwischen den Alben vergingen. Gut Ding will halt Weile haben. Und wenn sie zuschlagen, dann ohne Kompromisse und voll auf die Zwölf.
Etwas enttäuschend fiel noch das kurze Gastspiel Mitte des Jahres in Düsseldorf aus. Keine ausgefeilte Show, teure Karten – alles in allem: halbgar.
Doch nur wenige Monate soll alles anders sein. Die König Pilsener Arena in Oberhausen ist zwar nicht ausverkauft aber dennoch sehr gut gefüllt. Auf der Bühne stehen MASTODON und spielen Heavy Metall. Die Meinungen über dieses Support gehen weit auseinander. Fazit: Bei METALLICA wären sie besser aufgehoben.
Pünktlich um 21:15 Uhr fällt der Startschuss für TOOL. Sänger Maynard James Keenan, Adam Jones (Gitarre), Justin Chancellor (Bass) und Schlagzeuger Danny Carey betreten unter tosendem Applaus die Bühne und überraschen mit „Stinkfist“ und „46&2“. Maynard begrüßt sein Publikum mit einem düsteren „Let’s get this party started“ und trägt während der gesamtem Show eine Gasmaske in der das Mikrophon steckt. Vielseitigkeit wird bei dieser Band groß geschrieben. Und so geht alles seinen Weg. Brillanter Sound, wenig Ansagen, ein guter Mix aus den letzten drei Alben der Band. Doch eine Party sieht anders aus. Bei TOOL ist Massentrance angesagt. Mit Staunen das Treiben auf der Bühne betrachten. Ausgeflippt wird erst nach den Songs.
Als einzige alte Perle befindet sich an diesem Abend der „Swamp Song“ vom „Undertow“-Album im Set. Auf „Sober“ und „Prison Sex“ wartet die engereitse Fan-Schar allerdings vergeblich. Dafür gibt es das 18 Minuten Paket „Wings for Marie / 10.000 Days“. Maynard bittet höflichst bei diese Song keine Fotos mit Blitzlicht zu machen und ist sofort wieder in seinem Element. Über der Bühne wird eine Lasershow deluxe abgefuert. Auf den Leinwänden im Hintergrund wechseln sich Flammen mit allerlei gespenstischen Totenköpfen etc. ab. Typisch TOOL halt.
Das Auge hat an diesem Abend eine Menge Eindrücke zu verarbeiten. Mit „Aenima“ verabschieden sich TOOL nach knapp zwei Stunden Spielzeit.
Was bleibt sind Standing Ovations in der bereits hell erleuchteten Halle. TOOL sind auf ihre ganz eigene Art und Weise einmalig. Und vielleicht kommen sie schon im Sommer 2007 wieder nach Deutschland... Von uns aus gerne!
Info: www.toolband.de
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