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65 DAYS OF STATIC: The Destruction Of Small Ideas PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Marc Isenbügel   
Sonntag, 13. Mai 2007

Image (Monotreme Records) 65 DAYS OF STATIC werden ja gerne in denselben Topf wie ISIS, RED SPARROWES oder MOGWAI geworfen, was aber nur bedingt stimmt. Denn zum einen haben 65 DAYS OF STATIC nicht diese brachiale Soundwand und zum anderen sind 65 DAYS im Gegensatz zu ISIS eine reine Instrumentalband. Gerade der Sound auf „The Destruction…“ ist dann auch der einzige Schwachpunkt, denn die Toms klingen wie schreckliche Waschtrommeln und man möchte den Produzenten eigentlich dafür verklagen, dass er dieses Kleinod so verhunzt hat.

 

Das Piano bei „ When we were younger & better“ spielt solch eine herzerweichende Melodie, dass „The Destruction…“ bereits mit dem Opener schon gewonnen hat. Auch das morbide, orchestrale „A Failsafe“ krankt leider Gottes wieder an diesem extrem miesen Drumsound, was so megaschade ist, denn der Drummer legt wirklich los wie Animal das Tier aus der Muppetshow. Hammer!

Im Verlauf des Album wird man auch eher an NEIL ON IMPRESSION, GREGOR SAMSA, in den ruhigen Parts an SIGUR ROS („Don’t go down in sorrow“) oder von der Stimmung her an THE NOTWIST („These things you can’t unlearn“) erinnert als etwa an ISIS. Was leider fortwährend stört ist der extrem schlechte Sound, was einfach traurig ist, da „The destruction…“ mit einem besseren Sound sicherlich noch mal um einiges eindrucksvoller wäre. Eine echte Schande bei so einem verdammt guten Album.

Man kann 65 DAYS OF STATIC sicherlich vorwerfen sich mit ihrem bereits dritten Album nicht maßgeblich weiterentwickelt zu haben, aber warum sollten sie dass, wenn sie immer auf einem derart hohen Niveau agieren, dass es eh schwer würde sich dort noch zu steigern. Großartiges Album!!! Sollte man unbedingt mal live sehen! Zum Beispiel im Juni auf Deutschland Tour!

Info: www.65daysofstatic.com
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