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BAYSIDE: The Walking Wounded |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Daniel Rade
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Sonntag, 25. März 2007 |
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(Victory/Soulfood) „Sirens and Condolences“ war ein Album, welches voll von Energie, Popappeal und Emotionen war. Hit an Hit bescherte BAYSIDE den Aufstieg in die obere Liga der amerikanischen Emo-Bands. Doch das Leben schreibt seine eigenen Geschichten und mit einem schweren Autounfall verloren BAYSIDE ihren Drummer und Freund...
Es folgt eine Akustik Platte und es scheint fragwürdig, ob die Band über diesen schweren Verlust hinwegkommen wird. Im Frühjahr 2007 veröffentlichen die Freunde jedoch „The Walking Wounded“, um erlebtes zu verstehen, zu hinterfragen und zu verarbeiten. Jeder der sich einmal mit dem Tod in seinem nächsten Freundes- und Familienkreis beschäftigt hat, kennt das Gefühl der Trauer und Ohnmacht. Diese junge Formation verarbeitet gemeinsam mit der Musik den Schicksalsschlag.
Musik als Therapieform? Bestimmt. BAYSIDE sind heute nachdenklicher, emotionaler und sensibler denn je zuvor. Wenn man sich mit dem Album länger beschäftigt, möchte man Antony, Jack, Nick und ihrem neuen Schlagzeuger Chris freundschaftlich auf die Schulter klopfen und ihnen zu verstehen geben, dass man mit ihnen fühlt. Trauer ist eine schwierige Sache, da einem oftmals die Worte fehlen, die man bräuchte, um sie seinem Umfeld mitteilen zu können. Ein Kloß liegt im Hals und will nicht weichen und eine bleierne Schwere umgibt einen.
Antony löst die Schwere durch traurige und schöne Melodien, die von seiner Stimme getragen werden. Nun handelt es sich bei „The Walking Wounded“ nicht etwa um eine Balladensammlung sondern es werden schmissige Riffs zu nöliger Stimme und schrägen Tuba-Big-Band-Harmonien gespielt, wie bereits der Opener darlegt. Eines muss allerdings klar sein, dass neue Album von BAYSIDE ist nicht so leicht zu verdauen und man muss schon etwas genauer hinhören, wenn man sich von dem Silberling überzeugen lassen möchte.
Aber es lohnt sich, ähnlich wie bei etwa WEEZERS zweitem Album findet man bei genauerer Betrachtung einen magischen Moment, der durch Trotz und Lebenswille geprägt ist. „Duality“ sagt genau dies und beschließt im Refrain: “I`m still alive!“
Dies hier ist kein schmissiger Hitkatalog mit Marketingplan a la FALLOUTBOY oder PANIC! AT THE DISCO aber hier kann neben Trauer auch ein Stück Frieden für die Seele gefunden werden. Einfach mal genauer hinhören und feststellen, dass manche Bands ein Recht darauf haben, EMO zu sein. Info: www.baysideisacult.com »
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