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BENEATH THE SKY: What Demons Do To Saints |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Jan Laging
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Montag, 26. Februar 2007 |
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(Victory / Soulfood) „What Demons Do To Saints“ beginnt unglaublich stürmisch: Schon nach wenigen Sekunden wird der Hörer mit heftigen Growls und fiesem Gekreische überrascht. Doch anstatt den vermeintlichen dunklen Mächten zu dienen, stehen BENEATH THE SKY auf der guten Seite der Macht.
Nachdem die christlich motivierten Mitglieder bereits in unterschiedlichen Gruppen im Großraum Cincinnati aktiv gewesen sind (beispielsweise bei BLIND JUDGMENT), kam es 2004 zur Gründung ihrer aktuellen Band, die nun ihr Debütalbum vorlegen.
Eines Erfolgserlebnisses kann sich die Gruppe jetzt schon sicher sein: Bei der Wahl für das „fieseste und bösartigste Organ 2007“ wird „Sänger“ Joey Nelson mit Sicherheit bis zum Ende hin ein heißer Titelkandidat sein. Durch sein unglaublich hasserfülltes Gekeife und Gefauche steht die Band mit einem Bein fest im Black Metal; doch auch der Death Metal wird teilweise durch heftigstes Gegrunze gewürdigt.
Überhaupt ist der Hardcore-Hintergrund bei BENATH THE SKY nur marginal auszumachen; vielmehr stehen sie, sowohl musikalisch als auch inhaltlich, in der Tradition mit den frühen UNDEROATH und ZAO. Allerdings verarbeiten sie ihre christliche Message wesentlich offensiver als andere Gruppen („He gave his son to us, he died for our sins to be forgiven, this trust i adore“ aus „The Reason“) und gehören gleichzeitig zu den düstersten und brutalsten Bands im Christencore-Lager. Doch auch wenn es gerade bei Victory-Bands schon zum guten Ton gehört, „God“ in der Dankesliste ganz nach oben zu setzen, besitzen derartig direkte (und grenzwertige) Inhalte eine ganz neue Qualität, wie zum Beispiel in „Our Last Road“: „This was our only fate, this is our last road, one nation under god“.
Musikalisch sind BENEATH THE SKY immer dann am besten, wenn sie richtig böse werden und sich regelrecht in Rage prügeln. Bedauerlicher Weise wird das Gemetzel beizeiten von 08/15-mäßigem Standartgesang unterbrochen („The Danger In Starting A Fire“), der sich aber im Vergleich zu anderen Gruppen noch in Grenzen hält. Nicht nur aufgrund ihres leicht progressiven Ansatzes, muss man sich die Melodien auf „What Demons Do…“ bei den ersten Hördurchläufen noch erarbeiten. Dann jedoch können Songs wie „Goodfellas“ oder das großartige „7861“ umso mehr überzeugen.
Insgesamt nimmt nach dem furiosen und bösartigen Beginn der cleane Gesang immer deutlicher zu und auch der Keyboader, bzw. der Keytarist drängt sich stärker in den Vordergrund, so dass BENEATH THE SKY gegen Ende des Albums wie eine bösere Vision von STILL REMAINS klingen („The Reason“). Zu eben diesen gibt es noch einen weiteren Querverweis, da beide Bands vor der Veröffentlichung ihres jeweiligen Albums eine EP veröffentlicht haben, von der Stücke für den Longplayer neu eingespielt worden sind. Im Falle der Gruppe aus Cincinnati betrifft dies unter anderem „7861“, „Our Last Road“ und „Falling In Love With Cold Hands“, ihrem quasi-Hit. BENEATH THE SKY sind zur Zeit die wohl brutalste und kompromissloseste Band im Stalle Victory, die auch Hörerschichten zurückerobern könnte, die dem Label schon vor Monaten abgeschworen hatten. Die Band versucht eindrucksvoll den Beweis anzustellen, dass sich christliche Praxis und abgrundtiefer Hass – zumindest im Hardcore-Kontext – nicht ausschließen müssen (etwas paradox, aber nun gut…). Mir persönlich geht die Band mit ihrer religiösen Ausrichtung stellenweise zu weit. Wer jedoch kein Problem mit christlichen Inhalten hat und den oben genannten Bands zugeneigt ist, sollte sich das Album dennoch besorgen, denn musikalisch kann die Gruppe ohne Abstriche überzeugen!
Info: www.myspace.com/beneaththesky »
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