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CITY AND COLOUR: Bring Me Your Love |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Felix Neumann
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Montag, 24. März 2008 |
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(Vagrant/ Rough Trade/ Pias) Dallas Green ist zurück! Unter seinem Künstlernamen City and Colour hat die sanfte Seite von Alexisonfire mit „Bring Me Your Love“ sein zweites Album aufgenommen. Was beim Debüt „Sometimes“ noch als kleines Nebenprojekt für freie Minuten während der Tour von Alexisonfire gedacht war, wurde über Nacht zum großen Erfolg. Da regnete es für das Album beispielsweise den Publikumspreis bei den Much Music Video Awards, oder den Preis für das beste alternative Album bei den JUNOS, der kanadischen Variante der Grammys. Kein Wunder also, dass die Latte für Greens Zweitwerk enorm hoch liegt.
Für den bärtigen Musiker mit Engelsstimme stellt diese Hürde aber ganz offensichtlich kein Problem dar. Anders als bei „Sometimes“ hat sich Green für „Bring Me Your Love“ für einige Zeit ins Studio zurückgezogen und seiner Musik neue Klänge hinzugefügt. Da wären zum Beispiel dezente Pianoparts oder sanft angedeutete Rhythmen, die dem folkigen Gitarrenspiel des Kanadiers eine neue Kraft verleihen. Die zwölf Songs der Platte sind makellos und nicht eine Sekunde kommt Langeweile auf. Der Opener „Forgive Me“ und das anschließende „Confessions“ üben sich noch in Zurückhaltung. Spätestens aber mit dem dritten Track „The Death Of Me“ geht City and Colour in die Vollen. Ähnlich forsch ist das sechsminütige Liebeslied „The Girl“ gelungen. Neben dem ergreifenden „Body In A Box“, dem Hilfeschrei „What Makes A Man“, der ersten Single „Waiting…“ und dem markerschütternden „Sensible Heart“ gehört vor allem das theatralisch aufgezogene und pompös arrangierte „Sleeping Sickness“ zu den unbedingten Anspieltipps. Hier offenbart Dallas Green all sein Können und Geschick, wenn es um perfektes Songwriting geht: Eine simple aber gleichzeitig unglaublich eingängige Akkordfolge wird mit rhythmischem Klatschen kombiniert und schließlich mit einem dreistimmigen Refrain von Green, Gordon Downie (The Tragically Hip) und Daniel Romano (Attack In Black) veredelt. Wahnsinn! Aber nicht nur instrumental ist „Bring Me Your Love“ ein empfehlenswertes Album, denn jedes einzelne Wort, dass Dallas Green zu Papier gebracht und anschließend eingesungen hat, geht ausnahmslos unter die Haut. Ganz vorne mit dabei ist wohl folgende Zeile aus „Body In A Box“: „We celebrate the lives of the dead / It’s like a man’s best party only happens when he dies.”
Das hat gesessen… Trotz der Arbeit im Studio hat die Musik von City and Colour nicht eine Nuance an Intimität und Melancholie verloren. Stattdessen ist dem kanadischen Herzensbrecher ein zweites Album gelungen, das seines Gleichen und vor allem die passenden Superlative sucht. Mehr als sehr empfehlenswert!
Info: www.cityandcolour.ca »
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