(Alive/1965 Records) Poet mit Gitarre meets Wahnsinn. Derek Meins hat seine musikalische Vergangenheit als Kopf von Eastern Lane hinter sich gelassen und seine geistigen Ergüsse nun auf eine irre Platte gepackt. Alles andere als bescheiden nennt der 21 jährige Brite sein Debüt „The Famous Poet“ und meint damit sich und wirklich nur sich.
Und Recht hat er: Wahnwitzig dahin gebrüllte Spoken Word-Verse und ebenso positiv verrückte Folkpop-Songs finden gleichermaßen Beachtung auf der Audio-Achterbahn a.k.a. Debütalbum. Ein jeder Englisch Leistungskurs würde sich freuen, wenn Herr Lehrer statt Shakespeare das neuste von Derek Meins zur Analyse vorlegen würde. Das könnte der Elternpflegschaft jedoch missfallen. Also bleibt nur eine Möglichkeit: Album kaufen. Liebenswürdig ist jener, dem folgender Satz wie selbstverständlich von den Lippen geht: „Popular!? Culture!? Pffff! I’m so fucking cool, I slice my own bread! Huh!” Huh!