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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Felix Neumann
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Freitag, 22. Februar 2008 |
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Deutschpunk ist ein alter Hut. Heutzutage können und dürfen das nur noch Die Ärzte, Muff Potter und Die Toten Hosen. Mehr braucht das Land nicht. Entsprechend uninteressant ist die neue Platte von Die Traktor aus Frankfurt.
Ja, genau, sie nennen sich „die“ Traktor und nicht „der“ Traktor – einer von unzähligen Schenkelklopfern rund um die Band. „Debut“ heißt die neue Scheibe, ist aber – Achtung, festhalten! – nicht ihr erstes Album. Wahnsinn, die Jungs haben Humor. Zudem pfeifen sie laut Homepage „auf die GEMA“ und „haben kein Interesse an der Plattenindustrie“. Unglaublich! DAS ist doch mal revolutionäres Denken. Dafür wird jetzt zurück gepfiffen. Und zwar auf die 15 Lieder des neuen Albums. Die sind nämlich allesamt überladen mit antiquierten Parolen, ausgelutschten Melodien und obendrein völlig uninspiriert und langweilig. Ab und an versucht Sänger Arne in Songs wie „Der beste Freund“ gefühlvoll zu wirken, versagt dabei aber kläglich. Das „Outro“ ist dafür erstaunlich gut gelungen. Liegt vielleicht daran, dass nicht gesungen wird und, dass danach alles vorbei ist. Was beim Hören von „Debut“ hilft ist Durchhalten und die Stirn in Falten legen. Vielleicht auch einfach Abschalten…
Zum Schluss noch ein ganz großer Brüller: Auf der Rückseite des Booklets dankt die Band unter Anderem „Uschi Glas, Udo Lindenberg, Mister Spock […] Michaela Schaffrath“ und – zum Schreien komisch – „Chuck Norris für seine unglaublichen Kräfte“ (alle werden im Text von „Was macht eigentlich…?“ erwähnt). Die Traktor mögen etwas für die breite (Punk-)Masse sein, but not for me.
Info: www.dietraktor.de »
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