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DISOBEY: Wrong Turns Don´t Count |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Jan Laging
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Donnerstag, 22. Februar 2007 |
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(Major Threat) Hardcore der alten Schule funktioniert auch im 21. Jahrhundert noch erstaunlich einfach: „Old School Lünen – DISOBEY“ - mehr braucht man nicht zu wissen, um der Band eine Chance zu geben (oder eben nicht).
In genau dieser Stadt am Rande des Ruhrgebiets wurden DISOBEY im Jahre 2001 gegründet und legen erst jetzt ihre erste Veröffentlichung vor. „Wrong Turns Don´t Count“ kann zum einen durch den Spirit des NYHC aufwarten, als auch einige New School Einflüsse vorweisen. Doch während sich viele Old School Bands in dämlichen Macho Posen verlaufen, zeigen DISOBEY ein Gespür für Humor wie Bandphotos, Interludes und die Stücke (wie das punkige „I´m Not In Love With Kelly Trump“) beweisen.
Trotzdem sind die Jungs meilenweit davon entfernt, eine Spaßband zu sein; vielmehr scheint ihnen bewusst zu sein, dass in der letzten Zeit im Old School-Sektor einiges schief gelaufen ist. Daher wirkt es sehr erfrischend, endlich wieder eine Gruppe zu entdecken, die sich mal nicht biederernst nimmt, sondern Tracks gegen das Violent Dancing schreibt („I Just Wanna Dance“) und sich für die Backing Shouts weibliche Unterstützung vor das Mikro holt, was alleine schon für Grundsympathien sorgt.
Nachdem “Wrong Turns Don´t Count” seinen Einstieg etwas verpatzt, kann ab dem trockenem „Test Of Patience“ auch die musikalische Seite der Gruppe endlich überzeugen. Auch wenn der Sound der Platte alles andere als druckvoll ausgefallen ist, gefallen gerade die erwähnten Gang-Shouts, welche die ruppigen Stücke angenehm auflockern (der Drummer scheint zeitweise mit Timing-Problemen zu kämpfen); gleichzeitig wird jedoch offensichtlich, dass „Wrong Turns Don´t Count“ live wohl noch um einiges mehr an Wirkung entfalten lassen wird, als auf Platte.
Anderseits befinden sich unter den 15 Tracks der Lüneraner auch Songs wie „Perspective“ oder „Nemesis“, die hervorstechen und selbst mit dem gelungenen RAISED FIST-Cover „Break Free“ mithalten können. Insgesamt handelt es sich beim Debüt von DISOBEY um ein solides und ehrliches Old School-Album, welches sich gegen seine engstirnigen Brüder durchsetzen kann.
Info: www.disobeyhc.de »
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