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FILTER: Anthems for the Damned |
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Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Markus Tils
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Montag, 16. Juni 2008 |
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(Premium Records / Soulfood) Es war 2002 auf dem Bizarre-Festival in Weeze. Die Sonne stand schon recht tief und der Typ auf der Bühne verzapfte ziemlich viel patriotischen Bockmist. Richard Patrick war 3 Tage wach und druff druff druff – ein Auftritt den man bis heute nicht vergessen hat. Der Rock’n’Roll und seine negativen Folgen. Es kam, was kommen musste: Entzug.
Nachdem dieser vollzogen war, gründete Richard zusammen mit den beiden DeLeo Brüdern (Stone Temple Pilots) das Projekt „Army Of Anyone“, das 2006 ein Album veröffentlichte. Doch was ist Richard Patrick ohne Filter? So starteten er die Arbeiten zum neuen Filter-Album „Anthems for the Damned“. Dazu brauchte er aber neue Mitstreiter, denn die haben sich alle von ihm abgewandt. So lud er sich u.a. Wes Borland (ex-Limp Bizkit), John 5 (ex-Marylin Manson) und Drummer Josh Freese fürs Album ein.
Herausgekommen sind zwölf Tracks, die beim ersten Hören recht schwer erscheinen. Es braucht definitiv einige Anläufe bis „Anthems for the Damned” seine Wirkung zeigt. Die Single „Soldiers Of Misfortune“ weist den Weg. Gegen Krieg, aber eine gewisse Sympathie für diejenigen, die für die US-Armee in Krisengebieten den Kopf hinhalten. Inspiriert durch einen Filter Fan, der in die US-Armee eintrat, um seine College-Gebühren zurückzahlen zu können und bei einem Raketenangriff ums Leben kam. Tragisch, keine Frage. Die Aggressivität und Wut vergangener Tage kann Patrick aber nicht mehr rausholen. Es scheint alles etwas „braver“ zu sein. Das Comeback ist nicht schlecht, obwohl man es sich doch etwas härter und kantiger gewünscht hat. Das Salz in der Suppe fehlt.
Info: www.officialfilter.com »
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