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HOUSE & PARISH: One, One-Thousand PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Felix Neumann   
Mittwoch, 12. Dezember 2007

Image (Arctic Rodeo Recordings/ AL!VE) Man kommt nicht um einen kurzen Abriss der amerikanischen Indie-Vergangenheit herum, wenn man über die Knaben von House & Parish spricht. Eher zufällig und ungeplant entstand aus vier Bands eine neue. Irgendwann zwischen Winter 2006 und Frühjahr 2007 fanden sich Jason Gnewikow (The Promise Ring), Brian Malone (The Gloria Record), Scott Winegard (Texas Is The Reason) und John Herguth (The Love Scene) endgültig zusammen um gemeinsam ihre Ideen umzusetzen. Dieser Schmelztiegel aus gestandenen Musikern hat jetzt seinen ersten Longplayer veröffentlicht.

 

„One, One-Thousand“ heißt dieser und wurde von Ian Love, Ex-Gitarrist von Rival Schools, produziert. In nur acht Stücken, von denen eins auch noch der Remix zu „What Am I Still Waiting For“ ist, versucht das Kollektiv leider etwas krampfhaft zu überzeugen. Selbstverständlich kommt man nicht an Vergleichen zu den ehemaligen Bands der vier New Yorker vorbei und so stellt man schnell fest, dass das Material von House & Parish leider nicht mit dem Rest mithalten kann. Eine einschläfernde Melancholie zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Der Gesang ist nichts Besonderes und bis auf „Palace Envy“, einem verdammt guten Track, hat kein Song die Über-Melodie, die man sich bei all den großen Namen erhofft hat. Am ehesten vergleichbar sind House & Parish wohl mit Maritime, einer Formation, die ebenfalls aus The Promise Ring hervorgegangen ist. Allerdings haben Maritime in allen musikalischen Belangen die Nase vorn.

„One, One-Thousand“ ist keinesfalls ein schlechtes Album, kommt aber eben auch nicht mit überragendem und innovativem Liedgut daher. Hoffen wir einfach, dass es ein wenig Zeit bedarf, bis dass House & Parish ihren Weg gefunden haben.

Info: www.houseandparish.com
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