(Faith Recordings/ Rough Trade) Elegant, elegant was die Herren HushPuppies da auf dem Cover ihres neuen Albums „Silence Is Golden“ tragen: Feines Schuhwerk und adrette Anzüge – alles in tiefstes Schwarz getaucht. Irgendwie untypisch für eine Band mit unüberhörbarem Garagen-Einschlag, aber andererseits die passende Optik für ebenso unüberhörbare Mod- und Sixties-Einflüsse.
Ihr 2006er Debüt „The Trap“ war ein voller Erfolg und endlich hatte Frankreich auch einen Indie-Trumpf in der Hand. In Zusammenarbeit mit Produzent Peter Deimel (Tocotronic) ist jetzt der Nachfolger fertig und knüpft nahtlos an alte Klänge an. Allerdings haben die fünf Franzosen deutlich an Facetten gewonnen: Mehr Psychedelic („Lost Organ“), hier und da auch mal etwas weniger Vollgas („Down, Down, Down“) und an anderer Stelle ungewöhnlich böse Gitarrensounds inklusive abruptem Tempowechsel („Bad Taste And Gold On The Doors“). Vermehrte Schweineorgel-Einsätze gestalten die Sache zudem runder und unverkennbarer. Im Plattenregal irgendwo zwischen The Doors, The (International) Noise Conspiracy und The Kinks wäre „Silence Is Golden“ genau richtig eingeordnet. Einziger Minuspunkt der Platte: Außer vielleicht „Fiction In The Facts“ gibt es keine potentielle Hitsingle, die an alte Erfolge von „You’re Gonna Say Yeah“ oder „Single“ anknüpfen kann.
Unterm Strich haben die Franzosen aber trotzdem ein solides Album abgeliefert und bleiben ihrem einst eingeschlagenen Weg treu.