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(FatWreck Chords) Ganze vier Jahre haben sich die MAD CADDIES Zeit gelassen, um endlich einen regulären Nachfolger von „Just One More“ vorzulegen. In der Zwischenzeit waren sie nicht nur mehrere Male in Deutschland zu Besuch, sondern haben auch ein starkes Livealbum veröffentlicht. Nun gibt es endlich neues Material zu hören und das auch noch zum perfekten Zeitpunkt: Gerade wo der sonnige Frühsommer Lust auf die Festivalsaison macht, steuert die Gruppe (mal wieder) den passenden Soundtrack bei, der noch entspannter daherkommt, als seine allseits geschätzten Vorgänger.
Und tatsächlich darf man nach all den Jahren von einer „musikalischen Weiterentwicklung“ sprechen, welche auf ihrem fünften Longlplayer präsentiert wird. Während die früheren Alben vom schnellen Dixie-Skapunk geprägt waren, haben die fünf Kalifornier schon auf „Just One More“ deutlich den Fuß vom Pedal genommen. Dieser Prozess hat nun seinen Höhepunkt erreicht, indem „Keep It Going“ vollkommen im Reggae hängen geblieben ist. Gut, der schnelle Opener „Dirge (Fast)“ mag noch an alte Zeiten denken lassen, aber schon die beiden nächsten Stücke „Backyard“ und „State Of Mind“ repräsentieren den aktuellen CADDIES-Sound als ziemlich entspannten Bläser-Reggeae, der nur selten die alten Punktage aufleben lässt. Sowohl die Geschwindigkeit als auch der Härtegrad der Aufnahmen pendeln sich auf einem sehr moderaten Level ein und machen Lust auf Sonne, Strand und Meer. Die guten alten SUBLIME gucken mehr als einmal um die Ecke, wozu Produzent Wayne Jobson (No Doubt, Greory Isaacs) sicherlich einiges beigetragen hat.
Allerdings ist der Hintergrund der Gruppe immer noch präsent und schimmert in „Today“ oder „Tired Bones“ immer wieder auf. Dennoch dürften Anhänger, die mit Reggae rein gar nichts anfangen können, an „Keep It Going“ schwer zu knabbern haben und durchaus enttäuscht sein. Dennoch sollte der Gruppe schon aus demographischen Gründen zugestanden sein, ihren Fokus weiter zu verlagern. Wer von den Fans der ersten Stunde möchte schon ein 1000stes „Monkey“?
Aber gerade der Cover-Song von Delroy Wilson „Riding For A Fall“, der mit der angeblichen Reggae-Legende Duckie Simpson von den Black Uhuru aufgenommen wurde, legt die Klischee-Messlatte bedenklich hoch an. Andererseits zeigt sich besonders in den gemächlichen Liedern, welch technisch visierte Musiker die Caddies sind. Das trifft auch auf Chuck´s Stimme zu, die sich längst nicht mehr hinter den Bläserintervallen verstecken braucht. „Pyramid Scheme“, „Coyote“ und „State Of Mind“ verbinden perfekt die Vergangenheit mit der Gegenwart und positionieren die MAD CADDIES mitten in der Weltmusik. Auch wenn das Ende des Albums etwas arg lau (um nicht zu sagen kraftlos) geraten ist, kann die Gruppe mal wieder vollends überzeugen und wird auch den Sommer 2007 musikalisch untermalen.
Info: www.madcaddies.com »
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