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MUFF POTTER: Steady Fremdkörper |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Markus Tils
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Freitag, 18. Mai 2007 |
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(Universal) Die nationale Musikwelt zeigt mit dem Finger auf Münster. MUFF POTTER haben ihr neustes Studioalbum fertig und wie nie zuvor fokussiert die Band die Journale um sich. MUFF POTTER zieren die Titelplätter der Printmedien und Sänger Nagel sitzt mit Daniel Küblböck, Nevio und noch ne Casting-Perle bei MTV TRL und diskutieren darüber. Highlight, als Küblböck Nagel als Spießer bezeichnet und dass er ihm „am Arsch vorbei ginge“. Jubel und Applaus für Küblböck. Armes Deutschland denkt man sich da, muss aber auch eingestehen, dass Nagel zwar seine Meinung vertrat, aber gegen die geschulten Medienprofis der „RTL-Schule“, ein wenig blass aussah: eben wie ein Fremdkörper.
Damit sind wir beim Thema. Doch bei MUFF POTTER sind nicht solche TV-Auftritte zuständig, um die Substanz in ihrer Musik zu definieren. So sehr es angesagt ist deutsch zu singen, merkt man jedoch, dass bei vielen der Inhalt gleich Null ist. Somit hebt sich „Steady Fremdkörper“ deutlich von anderen deutschsprachigen Bands, die momentane große Medienaufmerksamkeit erlangen. Viel mehr setzen die Münsteraner auf Bissigkeit und Direktheit. Man muss nicht immer einer Meinung sein die MUFF POTTER vertreten, aber darum geht es sichtlich auch nicht. MUFF POTTER sind mit „Steady Fremdkörper“ nachdenklicher als zuvor, was die etwas klemmende Grundstimmung des Albums widerspiegelt. Sicherlich braucht es mehrer Hördurchgänge, um auch die kleinsten Details zu verstehen, die lyrisch von Nagel und teilweise von Dennis (Front)vorgetragen werden. Dabei ist „Das seh ich erst wenn ich`s glaube“ eines der Highlights der Platte. Mit viel Wortwitz jonglieren beide diverse Assoziationen und kommen am Ende zur Erkenntnis, dass es kein Leben ohne Blasphemie gibt. Denkanstöße sind es, die MUFF POTTER einem geben möchten und den Hörer dabei fordern. Das ist ihnen mit „Steady Fremdkörper“ wieder mal gelungen.
Info: www.muffpotter.net
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