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MURDER BY DEATH: Red Of Tooth And Claw PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Martin Makolies   
Montag, 19. Mai 2008

Image (Vagrant) Zum mittlerweile vierten Mal präsentieren die vier Damen und Herren von Murder by Death aus Bloomington, Indiana ihre Spielart des Americana. Anders, als wie so oft in diesem Genre, wo häufig eher beschaulich daher musiziert wird, schwingt bei dieser Band immer etwas spannend Bedrohliches mit.

 

Leid und Verlust sind hier allgegenwärtig und ein Aus-oder Zusammenbruch scheint immer nur einen Takt entfernt. Dass dieser aber meistens ausbleibt, sorgt für dieses bestimmte Gefühl der Ausweglosigkeit. So hängt das Cello-Spiel von Sahrah Balliet wie Gewitterwolken über den Songs, die Gitarrensaiten sind auch länger nicht geölt wurden und das Schlagzeug sucht sich rastlos seinen Weg. Rum Brave bewegt sich tatsächlich, wie die in dem Song besungene Axt im Walde, ohne nach links und rechts zu schauen. Der Abschlusswalzer Spring Break 1899 verweigert sich selbst die Erlösung, die wird man auch auf dem ganzen Album nicht finden, hier wird ohne Ausweg gelitten. Eine schmerzhafte Tiefe bekommt Red of Tooth and Claw aber vor allen durch die Stimme von Adam Turla. Wenn er im ersten Song „I´m comin home“ singt, sollte man das als Drohung durchaus ernst nehmen, andererseits leidet er Herz zerreißend in Fuego. Viele Facetten also. Ähnlich gelungen sind die Texte: zusammengesetzt zeichnen die 11 Songs einen gottverlassenen Charakter, für den Freundschaft nur in der Vergangenheit existiert und der an der Liebe zu den Frauen förmlich zu Grunde geht. Wer also mal wieder so richtig mitleiden will und generell etwas für Acts wie Tom Waits bis Social Distortion übrig hat, sollte hier etwas genauer hinhören.

Info: www.murderbydeath.com
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