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PATRICK WOLF: The Magic Position |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Alexander Kluth
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Montag, 14. Mai 2007 |
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(Polydor/Universal) Ein Junge auf einem quietschbunten Kinderkarussell ziert das Cover der neuen Patrick Wolf Platte „The magic position“. Besagte Pose vollzieht er wohl ebenfalls während seiner Fahrt auf dem Karussell. Im Grunde sollte an dieser Stelle zur Abwechslung auch einmal auf den Hinweis um das kindliche und zusätzlich sehr weibliche Erscheinen des 23 jährigen Sängers verzichtet werden. Immerhin geht es hier um Musik.
Aber heutzutage scheint Musik nicht immer das wichtigste an einem Künstler zu sein. Pete Doherty ist da wohl das berühmteste Beispiel dieser Tage. Nun, sei es wie es ist, wenn man die neue Platte von Herrn Wolf in Händen hält kommt man um die eingangs gemachte Beschreibungen wohl kaum umher. Sie scheint wohl auch notwendig um zu verstehen was sich musikalisch in seinem Leben verändert hat. „The Magic Position“ vollzieht sich nämlich auch im musikalischen Sinne auf dieser Platte.
Während die ersten beiden Alben vor Melancholie nur so trieften und die Albencover passend dazu in schwarz und weiß gehalten wurden, bietet sich nun nicht nur dem Auge die volle Ladung Buntes. Gute Laune schallt einem aus jeder Box der hauseigenen Stereoanlage entgegen. Schon die erste Singel „Accident & Emergency“ lässt einem einen Tag auf dem Jahrmarkt in die Sinne schießen. Auch die Wandlungsfähigkeit von den letzten Platten zu diesem Album lässt sich relativ einfach erklären.
Patrick Wolf besitzt einen musikalischen Background den viele andere Musiker wohl nicht mal im Traum vorweisen könnten, schon im Alter von 6 Jahren ist ihm klar, dass er Violinist werden möchte. Er hatte gerade ein Solo von Rachmaninoff im Radio gehört. „Es war göttlich. In meinem Gehirn hatte ich nur noch einen Gedanken: Das will ich auch machen!“ Seine Eltern, Malerin und Jazzmusiker, unterstützen seinen Wunsch. (Hier erklärt sich vielleicht auch die Verbindung von Albumcover und Musik). Patrick lernt zahlreiche Instrumente und studiert ein Jahr lang Komposition am Londoner Trinity College of Music.
Und dieses Können hört man dem neuen Album an. Hier setzt Herr Wolf vermutlich jedes Instrument was er spielen kann zu einem märchenhaften Klangwald zusammen. Eine Mischung aus Sanften Elektrobeats, scheppernden Synthesizern, Kinderchören, Glockenspielen, Posaunen und zahllosen andere Instrumenten, deren Namen wohl den Meisten Menschen nicht viel sagen würden, sowie ein eindringlicher Gesang durchziehen die Platte wie ein roter Faden.
In „Magpie“ hört man einen Dialog zwischen einem Jungen und einer alten Frau. Eine durchaus spannende Mischung, die den märchenhaften Charakter des Albums um ein weiteres Element bereichert. Ein wenig erinnert das Album an Björks „Homogenic“ oder auch an die Atmosphäre die eine Cafe del Mar -Platte verbreiten kann. Herr Wolf hat einfach ein Ohr für Momente voller Gefühl, und das ist hier nicht im Sinne von Schlagerpeinlichgefühl gemeint, und hat mit „The Magic Position“ wohl sein bisher stärkstes Album auf den Markt gebracht. Es dürfte sicher spannend sein, dieses einmal in einer live Umsetzung zu erleben.
Info: www.patrickwolf.com »
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