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(Mate in Germany/Soulfood Music) Pete Blume? Oh, das muss eins Songwriter aus dem englischen Königreich sein, aber ein deutscher Titelname für das Album? Franz Ferdinand lässt grüßen? Weit gefehlt, es handelt sich um eine Band aus Deutschland. Pete Doherty, Pete Townshend, dieser Vorname ist wohl für immer versaut.
Doch es gibt keinen Grund enttäuscht zu sein, denn schon beim ersten Reinhören in die Platte „Demonstrieren: Sonntags!“ wippt der Fuß mit und jeder Song brennt sich sofort in den Kopf. An wen erinnert einen das ganze nur? Kennt noch jemand an Cucumber Men? Eine Band die damals als die deutschen Chili Peppers galten, deren Sänger Justin Balk hat einen unverkennbaren Stiel zu singen, zumindest bisher war er wohl einzigartig mit eben diesem. Doch nun gibt es Konkurrenz für ihn, denn Pete Blumes Sänger, Matte Hessenauer, klingt nicht nur der Stimme nach ziemlich nach Justin, sondern auch der nach der Art des Singens, die Töne werden auf eine ähnlich spannende Weise in die Länge gezogen wie es auch Justin macht. Musikalisch kann man „Demonstrieren: Sonntags“ ein wenig mit der zweiten Platte von Bosse, „Guten Morgen Spinner“ vergleichen. Wirklich eine spannende Mischung, die gelungen und authentisch rübergebracht wird und ja, ein bisschen Thees ist auch dabei, ein bisschen.
Pete Blume kommen von unten, sie haben in verrauchten Jugendzentren und Dorfscheunen gespielt, Jobs und Freundinnen für die Musik aufgegeben, aber sie sind der Meinung, dass nur das das Bandsein ausmachen kann. Bassist Thomas Rühl muss sich vor lauter Aufregung bei ihrem ersten Konzert übergeben, überspielt dieses mit der Aussage, er habe zuviel getrunken. Seit diesen Zeiten eilt der Band der Ruf voraus, ein Alkoholproblem zu haben. He, da passt dann ja auch wieder Pete ( Doherty ) ins Spiel.
Aber all der Aufwand und die schweißtreibende Arbeit hat sich gelohnt, denn das Debütalbum hat kein geringerer als Swen Meyer produziert, der schon Tomte und Kettcar auf den richtigen Kurs gebracht hat. Im Grunde besticht jeder Song des Albums durch überzeugendes Arrangement und durch gute Refrains, besonders strahlend sind allerdings „nichts ändern“, „die Teile“, „Regenkind“ und besonders „Traumtänzerin“. „Du hörst kein Radio, da läuft nur Pussypop, Pop Pop Popstar …Hörst du lieber Lieder die man lieber nicht im Radio hört, mach doch lauter, immer lauter, damit du deinen Nachbarn störst…“ Was für ein Text, diese Band überzeugt einfach vom ersten bis zum letzten Song. Macht sie groß, kauft ihre Platten, geht auf ihre Konzerte. Pete war gestern, es lebe Pete! Info: www.peteblume.de »
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