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RAUNCHY: Death Pop Romance PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Jan Laging   
Sonntag, 19. Februar 2006
(Lifeforce/Soulfood)

Image“Death Pop Romance” nennt sich das neues Lebenszeichen der Dänen RAUNCHY, die immer noch ignorieren, dass das zwanzigste Jahrhundert auch den Metal erreicht hat. Altbekannte Songstrukturen treffen auf tausendmal gehörte Instrumentierung.

Natürlich mögen auch RAUNCHY IN FLAMES und SOILWORK, und mit Sicherheit besitzt der Keyboarder die ein oder andere FEAR FACTORY Cd. Eine Neuheit bildet jedoch die heftige (Neo-)Trash-Schlagseite, die MACHINE HEAD aller Ehre wert ist. Überhaupt hatte ich die Band viel softer in Erinnerung. Umso mehr wurde ich von dem teilweise heftigen Geknüppel positiv überrascht, zumindest bis zu den Refrains (z.B. „Live The Myth“).

Diese sind nämlich so original synthetisch, wie auch pathetisch und sprengen mit weiten Keyboardwänden und clean-klangendem Gesang oft die Grenze des guten Geschmacks. Genau dieser Mist hat IN FLAMES schon vor Jahren nach unten gezogen! RAUNCHY reihen sich darum in die Schweden-Imitator-Riege ein, ohne wirklich nach oben oder unten auszuschlagen. Sogar den üblichen Metal-Fetenhit („Remembrance“) hat die Band am Start. Schade, schade, denn besonders die Gitarristen und der Schlagzeuger (mit starken Doublebass-Salven) können wirklich spielen und überzeugen, bis der nächste Keyboardteppich die Riffs erstickt.

Aber so was nennt man dann wohl “Futuristic Hybrid Metal“ (gähn…). Insgesamt geht das Album immer noch in Ordnung, wenn man Originalität und Anspruch nicht auf die Goldwaage legt. Ich bin mal gespannt wie die Metal Presse auf „Death Pop Romance“ reagiert, da sich diese Spielart immer mehr in die Sackgasse manövriert.

Info: www.raunchy.dk 

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