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SONIC DOLLS: I´m A Flower Too |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Jan Laging
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Donnerstag, 22. Februar 2007 |
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(Flight 13 Records/Broken Silence) Nach zwölf aktiven Bandjahren kann man die SONIC DOLLS schon beinahe als Urgesteine der deutschen Punkrockszene ansehen. Diese melden sich nun mit ihrem fünften Album zurück und weichen auch anno 2007 nicht von ihrem alteingesessenen Stil ab: Immer noch regiert bei den Dolls der simple Drei-Akkorde Punkrock, ganz im Sinne der RAMONES.
Nicht umsonst haben sich die Wege der Band aus Düsseldorf in den letzten Jahren öfters mit den APERS gekreuzt (wie etwa eine Split-EP und gemeinsame Touren), die ja den holländischen Ableger der Punklegenden verkörpern. Doch während es die APERS mit ihrem Surf-Sound eher an den Strand zieht, bleiben die Dolls in der versifften Kneipe hocken und schwören auf Großvater Rock. „Gimme All The Good Stuff“ könnten schon beinahe von GLUECIFER stammen, wäre da nicht die etwas penetrante Schnodderstimme vom Sänger Eric J. President.
Angeblich haben sich die Dolls nur vier Tage im Hamburger Studio gegönnt, um “I´m A Flower Too” einzuspielen, was dem Album aber in keinem Fall geschadet hat. Im Gegenteil: Der Sound der Dolls klingt sehr rotzig und auf den Punkt gespielt, so dass sich beim Hörer tatsächlich ein gewisses Livefeeling einstellt.
Problematisch wird die Sache nur, wenn sich eine Gruppe auch nur vier Tage für das Songwriting Zeit lässt. Auch wenn dies bei den Dolls (wahrscheinlich) nicht der Fall gewesen ist, so hakt es in diesem Punkt gewaltig. Denn auch wenn die Stücke sehr griffig sind und überaus schnell auf den Punkt kommen („I Got Busted“), tendiert der Wiedererkennungswert gegen Null. Natürlich zeigen drei Akkorde dem Songwriter musikalische Grenzen auf, aber von einer Gruppe vom Schlage der Dolls kann man trotzdem mehr erwarten, als einige kleine Ausrufezeichen („Happy Days“).
Auf der anderen Seite fällt auch kein Song negativ aus dem Rahmen; vielmehr wundert man sich nach jedem Durchlauf, wie schnell das Album an einem vorbeigezogen ist. Doch auch nach dem zehnten Druck auf die Repeat-Taste bleibt nicht viel vom Sound der Band hängen. Vierzehn Eigenkompositionen und das Cover „Something To Hold Onto“ von den PARASITES rauschen in gerade einmal einer knappen halben Stunde am Hörer vorbei und bieten dabei beste Unterhaltung. Vielmehr als ein „nettes“ Album ist den SONIC DOLLS mit “I´m A Flower Too” aber trotzdem nicht gelungen.
Info: www.sonicdolls.de »
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