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SUCK INC.: Bloodstained Bulldozer |
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Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
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Geschrieben von Jan Laging
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Donnerstag, 22. Februar 2007 |
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(Eigenproduktion/SKP-Records) Sicherlich kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eine euch unbekannte CD in den Player schiebt, um sie ohne Vorbehalte auf euch wirken zu lassen. Dabei kann schon der erste Eindruck mit entscheidend sein, wie das persönliche Urteil über den jeweiligen Tonträger ausfallen wird. Mein erster Gedanke, der mir beim erstmaligen Hören vom eröffnenden Titelstück „Bloodstained Bulldozer“ in den Sinn kam, schwankte irgendwo zwischen einem Zahnarztbesuch, Kopfschmerzen und der Sorge um meinen CD-Player.
SUCK INC. nennen sich Täter, die beinahe alles daran setzen, so disharmonisch wie möglich zu klingen. Dafür bedienen sie sich an den bewährten Hausmitteln Death Metal, Grindcore und Mathcore, um diese mit allerhand Krach und Chaos in eine extrem schwerverdauliche Mischung zu verwandeln. Natürlich muss „Musik“ nicht zwangsläufig aus Melodien und Harmonien bestehen und auf keinen fall muss Musik unterhalten oder alleine für Wohlgefallen sorgen. Gruppen wie CONVERGE oder DILLINGER ESCAPE PLAN, denen die Jungs aus der Heide (Raum Walsrode) die Hand reichen, haben mit einem ähnlichen musikalischen Ansatz große und wichtige Alben veröffentlicht, denen niemand die Daseinsberechtigung absprechen würde.
Aber bis zu diesem Zeitpunkt braucht man Zeit, Erfahrung und viel Übung. In dieser Hinsicht ist es natürlich absolut unfair, eine junge Band an Genregrößen zu messen. Aber es geht um den Ansatz: Chaos kann einen Sinn ergeben, oder aber reines Chaos bleiben. Und hieran scheitern SUCK INC.! Man hört den Jungs an, dass sie sehr fitte Musiker sind, die ihre Instrumente wirklich gut beherrschen; auch der Sänger kreischt-brüllt sich seine Stimmbänder blutig, dass man sich ernsthafte Sorgen um seine Stimme macht.
Im Endeffekt klingen die Stücke jedoch nicht stimmig genug, um wirklich zu überzeugen, sondern gehen einem – früher oder später – schlichtweg auf die Nerven. Dennoch macht die Gruppe ihre Sache nicht vollends schlecht, für ihre erst zweite EP wollen SUCK INC. aber einfach schon zu viel. Daher würde ich diese eher negative Bewertung dieser Platte unter Vorbehalt stellen und der Gruppe stattdessen etwas Zeit zugestehen, um ihren Stil weiter auszubauen. Denn Potenzial ist in „Bloodstained Bulldozer” sicher enthalten, wie das interessante „Burn Me In Djemila“ zeigt. Umso bedauerlicher ist es, dass zum jetzigen Zeitpunkt bereits die Hälfte der Mitglieder ihren Ausstieg bekannt gegeben hat.
Wer dennoch den Reiz verspürt, sich ein wirklich unbequemes und anstrengendes Album zuzulegen, kann das Zweitwerk der Gruppe für fünf Euro auf ihrer Homepage ordern.
Info: www.suckinc.de
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