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THE BLACK KEYS: Attack And Release PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Felix Neumann   
Samstag, 22. März 2008

Image (V2Records/ Cooperative Music) Wer sehr erfolgreich vier Alben im DIY-Stil aufgenommen hat, der kann für die fünfte Platte ruhig auch mal ordentlich auf die Kacke hauen. So geschehen bei „Attack & Release“, dem neuen Album des Psychedelic-60s-Blues-Duos The Black Keys aus Akron, Ohio. Mit ausreichend Startkapital packten sich Dan Auerbach und Patrick Carney den Erfolgsproduzenten Brian Burton, alias Danger Mouse (Gnarls Barkley, Gorillaz), karrten ihn nach Ohio ins Studio von Paul Hamann, um in dieser „staubigen und moderigen“ Umgebung das neue Werk  in Angriff zu nehmen.

 

Und genau jener Staub und Schmutz aus Hamanns Bleibe hat ordentlich auf die Musik der Black Keys abgefärbt. Die elf Tracks der Platte verkommen zu bluesigem und eingerostetem Einheitsbrei: Riffs und Melodien drehen sich im Kreis, Höhepunkte sind rar gesät. Nur vereinzelt blitzen kleine Funken an Innovation und Catchyness auf – zum Beispiel in „So He Won’t Break“ oder in „Things Ain’t Like They Used To Be“, der gefühlvollen Kollaboration mit dem jungen Country-Talent Jessica Lea Mayfield. Qualitativ reicht aber kein einziger Track an alte Erfolge wie „Stack Shot Billy“ vom 2005er Album „Rubberfactory“ oder „Your Touch“ vom 2006er Erfolg „Magic Potion“ ran.

Wer auf Blues-Rock steht oder nach einer etwas reiferen Ausgabe der White Stripes sucht, der wird bei den Black Keys fündig. Allen anderen sei gesagt, dass „Attack & Release“ ohne Bedenken ignoriert werden kann.

Info: www.theblackkeys.com
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