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Geschrieben von Felix Neumann
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Dienstag, 22. Januar 2008 |
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(RedInk/ SonyBMG) Normalerweise ist der Platz an dieser Stelle für das übliche Vorgeplänkel zur Bangeschichte und der Entstehung des zu rezensierenden Albums reserviert, doch bei The Fashion fällt das ausnahmsweise mal flach. Zum einen weil es nicht viel zur vierköpfigen Band aus Dänemark zu sagen gibt, vor allem aber, weil die Platte einfach zu genial für großes Abschweifen und Sinnieren fern der Musik ist. Also los:
Schon lange ist „The Fashion“ angekündigt gewesen und schon lange rotierten auf der Myspace-Seite der Band vier Tracks, die Lust auf mehr machten. Endlich ist die Platte also gepresst und auf dem Markt. Und sie hält was die Vorboten erahnen ließen. Ganz frech haben die vier Dänen mit ihrer Musik einfach mal fünf verschiedene Musik-Schubladen für sich gepachtet und lassen New Rave, Indie und Pop mit seichten HipHop- und Dancehall-Klängen verschmelzen. Immer im Vordergrund: unendlich catchige Melodien, eingängige Texte und vor allem Tanzbarkeit!
Der Opener „Dead Boys“ beginnt mit treibendem Rhythmus und immer fröhlicher werdenden Gitarren. Danach bietet „Solo Impala“ dem Hörer die besagten HipHop-Züge und macht sich perfekt als Hintergrundmusik im Auto. „Letters From The Ambulance“, der vierte Song der Platte, geht eher in Richtung Dancehall/Reggae und steigert die zuvor bereits aufgebaute positive Energie um ein Vielfaches. Mit „The Funeral Dept.“ geht es pathetisch und feierlich weiter. Der Backgroundgesang erinnert an den frühen Sting und das Rhythmusgerüst (leider) ein wenig an My Chemical Romance. Festhalten, anschnallen und Ohren auf für das folgende „Like Knives“. Dieser Song ist ein Meisterwerk an „Catchyness“ und Tanzbarkeit: Knackige, wahnsinnige Gitarren, geniale Bassline, ein astreiner Beat und eine unfassbar – entschuldigen Sie die Entgleisung – geile Melodie! Selbst die sonst gewöhnungsbedürftige Stimme von Frontmann Jakob passt wie die Faust aufs berühmte Auge. „So cut it like a DJ / cut it while it's hot / […] cut me a slice of your track now“. Wahnsinn! Dieses Lied hat einfach die Gabe den Hörer immer und immer wieder zu packen. Mit „Alabaster“ gehen die vier Dänen dann etwas vom Gas um anschließend mit „Mathematics“ einen ebenso simplen wie packenden Vier-Akkorde-Song à la Pigeon Detectives nachzulegen. Nach einem kurzen Durchhänger schließt „Roller Disco Inferno“ das Album mit einem Knäuel aus Spaß, Mitmach-Passagen und Party, abgerundet von einem lyrischen Verweis auf den 90er HipHop-Hit „Cold Rock a Party“ von MC Lyte. Jeder kennt ihn: „We rock the party that rocks the body“. Durchatmen!
Ein richtig starkes Stück haben The Fashion da ihrer Erstveröffentlichung “Rock Rock Kiss Kiss Combo” aus dem Jahr 2003 folgen lassen. Das Album „The Fashion“ wirkt nie deplatziert und passt immer und überall. Vorzugsweise natürlich auf die Tanzfläche eines jeden gut sortierten Indie-Clubs!
Info: www.myspace.com/thefashiondk »
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