|
Platten -
Aktuelle Plattenkritiken
|
|
Geschrieben von Felix Neumann
|
|
Sonntag, 13. April 2008 |
|
(Virgin/EMI) Es ist fraglich, ob über 80 Songs, aus denen man für ein Album auswählen kann, ein Indiz für durchgängig hohe Qualität sind. Fakt ist aber, dass The Kooks ein gutes Dutzend davon ausgewählt haben um sie nun auf ihrem zweiten Album zu veröffentlichen. „Konk“ heißt der Nachfolger zum Erfolgsdebüt und ist nach dem Studio benannt, in dem er entstanden ist. Nach eigener Aussage hört sich das „einfach gut an: Kooks, Konk, Kinks“. Dabei klingen die vier Jungs aus Brighton auf der neuen Platte mehr denn je nach sich selbst, als nach irgendeiner anderen Band.
Mit „See The Sun“ startet das Album zwar noch ein wenig zurückhaltend, aber schon mit dem zweiten Stück, der ersten Auskopplung „Always Where I Need To Be“, beginnt der freudige Abzappel- und Mitsingreigen. Ein potenzieller Festivalhit jagt den nächsten. Mit „Sway“ ist dann auch der Höhepunkt des bunten Indie-Treibens erreicht: Eingängige Gitarrenmelodie meets eingängigen Gesang – immer und immer wieder. Textlich dreht sich alles um Thema Nummer eins: die Liebe. Sie ist überall und ihr widmet Sänger Luke Pritchard eine Strophe nach der anderen. Veränderungen zum ersten Album? Gibt es: Die Gitarren wirken rauer und härter, aber vor allem ausgefeilter. Hugh Harris hat geübt, Luke Pritchard ebenfalls. The Kooks bleiben sich und dem Sound, den sie mit „Inside In/ Inside Out“ geschaffen haben, treu. Was am Ende aber leider nicht ausbleibt, ist dieses Gefühl, dass sich die Songs teilweise doch sehr ähnlich anhören.
Das Nachlegen bei einem so starken Debüt ist ja selten ein leichtes Unterfangen und darum ist „Konk“ unterm Strich ein gelungener Nachfolger. Man darf gespannt sein, was die Jungs als nächstes aus ihrem Arsenal an fertigen Songs zaubern. Info: www.thekooks.co.uk »
Keine Kommentare
Es gibt bisher noch keine Kommentare.
» Kommentar schreiben
|