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THIS IS HELL: Misfortunes PDF Drucken E-Mail
Platten - Aktuelle Plattenkritiken
Geschrieben von Marc Isenbügel   
Donnerstag, 20. März 2008

Image (Trustkill/SPV) Im letzten Herbst konnten THIS IS HELL bereits auf der NEVER SAY DIE Tour im Gefolge von COMEBACK KID überzeugend mit ihrem absolut gelungenen Debüt „Sundowning“ punkten und Gitarrist Rick Jimenez ließ auch nicht allzu lange auf ein neues Lebenszeichen warten und schob mit seinem Sideprojekt SOLDIERS kurzerhand ein Album nach um uns die Wartezeit auf „Misfortunes“ zu verkürzen.

 

Bei „Sundowning“ konnte man aufgrund des extrem ausgereiften Songwritings schon erahnen, dass THIS IS HELL es sogar eventuell schaffen könnten das Referenzalbum „Wake The Dead“ in Sachen melodischem Hardcore vom Thron zu schubsen. Wo ihnen dass mit „Sundowning“ noch nicht ganz gelungen ist, muss man vorab sagen, dass „Misfortunes“ COMEBACK KID trotz ihres recht lahmen letzten Albums „Broadcasting“ zwar immer noch nicht ganz erreichen, ihnen aber dichter als je zuvor auf den Fersen sind.

Songs wie „In Shambles“ (hier besonders die fetten Crewshouts) oder gleich der Opener und Uptempo Klopper „Reckless“ machen alles richtig und bollern und rumpeln an den richtigen Stellen. Anders als auf dem Debüts prügeln THIS IS HELL hier quasi Nonstop und Sänger Travis Reilly holt zwischen seinem ganzen Geschrei kaum Luft für ruhigere Passagen, was Freunden von „Wake The Dead“ oder härterem Trustkill Kram sehr freuen dürfte. Im Gegensatz zu COMEBACK KID schrauben THIS IS HELL das Tempo nämlich eher höher als CK bei ihrem letzten Album. Der Abschlußshoutpart von „Infected“ groovt schon sehr wie die Sau und da wäre es gelacht, wenn da nicht live der Kessel sprichwörtlich brodelt.  Einzig „Realization: Remorse“ lässt kurzzeitig verschnaufen, obwohl die Crewshouts extrem wirksam platziert sind und der nächste Uptempopart nicht lange auf sich warten lässt.

Kurz gesagt ist „Misfortunes“ durchaus schneller, fetter und aggressiver als es „Sundowning“ war. Hier mag man THIS IS HELL zwar ankreiden, dass dies auf Kosten der Vielfalt geschieht, wer aber genau deswegen von „Broadcasting“ enttäuscht war, weil es eben eine Spur zu experimentell für Liebhaber des „Wake the dead“ Sounds war, der dürfte mit „Misfortunes“ kein Problem haben, denn hier geht es genau in die entgegengesetzte Richtung; und zwar immer geradeaus mit dem Kopf durch die Wand.   

Info: www.myspace.com/thisishell

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