(Inkubator/ Soulfood Music) Weg mit dem „The” und endlich erwachsen werden“ Der minimale Namenswechsel der Young Knives aus Ashby-de-la-Zouch im Zentrum Englands hatte einen Sinn. Mit ihrem neuen Album „Superabundance“ legen Henry Dartnall, Thomas „The House of Lords“ Dartnall und Oliver Askew ihre jugendliche Leichtigkeit ab und präsentieren sich und ihre Musik in neuem, gereiftem Outfit.
Die Songs auf “Superabundance” sind ausgefeilter, rockiger und waghalsiger. So entwickelte sich „Turn Tail“ mit seinen zwei Refrains und einem 16-köpfigen Orchester nach eigener Aussage zum „riskantesten Stück“ der Platte. Daneben hält das Album auch packende und scharfkantige Gitarrenriffs bereit. „Up All Night“, „Dyed In The Wool“ oder die erste Single „Terra Firma” sind dafür wohl die Paradebeispiele. Stilistisch klingen die Young Knives auf „Superabundance“ nach den Mystery Jets, The Holloways oder Little Man Tate. Chorale Gesangseinlagen wie im düsteren Opener „Fit 4 U“ erinnern zudem verstärkt an die Futureheads. Auch wenn der pompös aufgezogene Schlusspunkt „Current Of The River“ gut ins Ohr geht, baut die Catchyness der Songs gegen Ende der Platte leider ein wenig ab. Die musikalischen Leckerbissen sind definitiv in der ersten Hälfte des Albums untergebracht.
„Superabundance“ ist nichtsdestotrotz eine gelungene Weiterentwicklung der Young Knives die zeigt, dass das Erwachsenwerden und der damit verbundene Verlust der Jugend nicht immer schlecht sein müssen.