
INSITE: Unter den Dächern dieser Stadt

(Max Power Records) Im Fall von Insite handelt es sich um eine junge Band, die genau da wohnt, wo man eigentlich nicht wohnen möchte. Warum? Irgendwie ist Haltern Am See doch eher bekannt als Rentnerausflugsziel für verdiente Ruhrpott-Genossen.
Neben Orientierungslosigkeit, die Enge in der Kleinstadtgesellschaft, sind es vor allem Selbst- und Fremdwahrnehmungen, die das Quartett beschäftigen und in ihren Songs thematisieren. Seit 2005 spielen sie in unveränderter Besetzung und produzierten 2007 bereits in Eigenregie das Album „Hope Called Chance“. Es folgte 2009 die EP „Cut“ und nun das Album was aufrütteln soll. Alle 11 Songs wurden live und ohne Metronom aufgenommen, so dass „Unter den Dächern dieser Stadt“ nicht nach Hochglanz klingt, sondern roh, unverbraucht und von Grund aus ehrlich. Das Album ist abwechslungsreich, vor allem weil sich die Band entscheidet 5 deutschsprachige und 5 englischsprachige Songs aufzunehmen. Musikalisch sieht sich Insite irgendwo zwischen Muff Potter, Madsen, Donots und Kettcar. Das trifft den Nagel auf den Kopf. „Unter den Dächern dieser Stadt“ hält was es verspricht und zeigt unbeschwert, dass Insite eine Band ist, die durchaus Potenzial für mehr hat. Weiter so!








