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09.08.2010

JVLITH KRISHVN: VV

JVLITH KRISHVN: VV

(Shark Men Records) Erstmal, nein, der Name ist nicht falsch geschrieben, so. Zum zweiten: was ist das? Klar, irgendwo Hardcore, irgendwo fies triefender Metal, zunächst. Denn Jvlith Krishvn sind eine dieser Bands, die ganz ganz harte Musik nur als Ausgangspunkt sehen und von dort aus munter drauf los marschieren.

Aber sonnengebräunten Popowackelpop wird man hier definitiv nicht finden, vielmehr energisches Holzen und Drängen mit viel Wut im Bauch, durchaus, gerade was die Rhythmussektion betrifft, mit einiger Raffinesse. Aber es gibt auch, so befremdlich sich das anhören mag, Tanzbares. Zur Mitte des Albums spielt das Schlagzeug „Ich geh in die Disko“ und das zündet unerwartetermaßen ganz gehörig.

Jvlith Krishvn wählen einen ungewöhnlichen aber interessanten Ansatz. Anstatt alle möglichen Stile in einen Song zu packen, reihen sie diese gefühlt eher hintereinander. In etwa so: erst Schlachtfest, dann Clubbesuch und schlussendlich Leiden in eher herkömmlicher Rocksongtradition. Dass dies dann nicht abgehackt und voneinander getrennt, sondern wie ein homogenes Album wirkt, ist die besondere Leistung auf „VV“. Denn einen undefinierbaren roten Faden hat das ganze, vielleicht ist es die schlechte Laune. Gut gemacht.

Info: www.myspace.com/julithkrishun

(Martin Makolies)


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